Psychotherapeutisches Angebot

In unserer Praxis behandeln wir ein breites Spektrum psychischer Erkrankungen und Belastungen. Dabei orientieren wir uns an wissenschaftlich fundierten Methoden der Verhaltenstherapie.

Unser Behandlungsspektrum umfasst u.a.:

  • Akute Belastungsreaktionen

  • Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS)

  • Depressionen

  • Angststörungen

  • Zwangsstörungen

  • Körperbezogene repetitive Verhaltensstörungen (z.B. Skin-Picking)

  • Chronische Schmerzstörungen

  • Essstörungen

  • Persönlichkeitsstörungen

  • Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörungen (ADHS) im Erwachsenenalter

Verhaltenstherapie

Die Verhaltenstherapie ist das am umfangreichsten wissenschaftlich untersuchte Therapieverfahren. Es liegen mittlerweile für nahezu alle psychischen Störungen wissenschaftliche Ergebnisse vor, die die Wirksamkeit von Verhaltenstherapie belegen.

Durch den Bezug zur Forschung und die Entwicklung neuer Therapieansätze entwickelt sich die Verhaltenstherapie permanent weiter, wodurch immer bessere und wirkungsvollere Therapiemethoden zur Verfügung stehen.

Ein wichtiger Bestandteil der Verhaltenstherapie ist das Erkennen und Verändern ungünstiger Denk- und Verhaltensmuster. Betroffene lernen, belastende Gedanken zu hinterfragen, neue Sichtweisen zu entwickeln und hilfreiche Verhaltensweisen einzuüben.

Typische Vorgehensweisen der Verhaltenstherapie sind u.a.:

  • Kognitive Umstrukturierung (v.a. Kognitive Therapie nach Beck und Rational-Emotive Therapie nach Ellis)

  • Reizkonfrontation/Expositionsbehandlung

  • Systematische Desensibilisierung

  • Stress- und Selbstmanagement

  • Training sozialer Kompetenzen

  • Aufbau positiver Aktivitäten

Schematherapie

Die Schematherapie wurde von Jeffrey Young (Young, 2005) entwickelt. Sie zählt zur dritten Welle der Verhaltenstherapie und ergänzt die klassische kognitive Verhaltenstherapie um Konzepte aus anderen Therapieformen, z.B. tiefenpsychologisch-orientierte Therapie, Gestalttherapie, Hypnotherapie.

In der Schematherapie geht es darum zu verstehen, welche emotionalen Grundbedürfnisse (z.B. nach Bindung oder Autonomie) in der Lebensgeschichte längerfristig nicht erfüllt wurden, welche „dysfunktionalen“ Schemata oder Muster dadurch entstanden sind und wie es in Zukunft gelingen kann, diese emotionalen Grundbedürfnisse angemessen zu befriedigen und letztlich mit den eigenen Zielen und Werten in Einklang zu bringen.

Das Ziel der Therapie ist zunächst, Bewusstheit für eine Schemaaktivierung im Alltag zu ermöglichen, bevor durch spezifische Interventionen an der Veränderung des Erlebens und Verhaltens gearbeitet wird.

Die Kernmerkmale einer Schematherapie umfassen die Arbeit an maladaptiven Schemata und Modi, die Orientierung an emotionalen Grundbedürfnissen, die besondere Qualität der therapeutischen Beziehungsgestaltung und der intensive Einsatz emotionsaktivierender Techniken wie den Imaginationsübungen und Stühle-Dialogen.

Psy-RENA® - Psychotherapeutische Reha-Nachsorge

Der Übergang von einer stationären Rehabilitation zurück in den Alltag bringt oft neue Herausforderungen mit sich. Die gewohnten Belastungen kehren zurück, und die während der Rehabilitation erarbeiteten Veränderungen müssen im alltäglichen Leben zunächst gefestigt und weiterentwickelt werden.

Hier setzt unser Gruppenangebot an:

PsyRENA ist ein psychotherapeutisches Nachsorgeangebot der Deutschen Rentenversicherung für Patient*innen nach einer medizinischen / psychosomatischen Reha.

In der Gruppe haben Sie die Möglichkeit, sich mit anderen Teilnehmer*innen auszutauschen, Erfahrungen zu teilen und voneinander zu lernen. Gemeinsam werden aktuelle Herausforderungen besprochen und Strategien entwickelt, um Belastungen besser zu bewältigen.

Thematische Schwerpunkte können beispielsweise sein:

  • Umgang mit Problemen am Arbeitsplatz und in der Arbeitswelt

  • Förderung der sozialen Kompetenz und Konfliktfähigkeit

  • Förderung selbstfürsorglichen Verhaltens

  • Umgang mit beruflichen Herausforderungen, z.B. im Rahmen der Wiedereingliederung

  • Erlernen von Achtsamkeit und Entspannung

Die Gruppe findet an 25 Terminen zu je 90 Minuten einmal wöchentlich statt.

Anspruch auf die Nachsorgeleistung haben Patient*innen, die zuvor eine Leistung zur medizinischen Rehabilitation nach § 15 SGB VI abgeschlossen haben und denen vom behandelnden Arzt der Reha-Einrichtung eine Nachsorgeleistung empfohlen wurde (Formular G4802 “Kostenzusage”).

Die Nachsorgeleistung sollte spätestens innerhalb von drei Monaten nach Ende der vorangegangenen Rehabilitation beginnen und spätestens innerhalb von 12 Monaten abgeschlossen sein.

Aktuell finden Gruppen zu folgenden Zeiten statt:

Dienstag von 16:00-17:30 Uhr (Nächster Start: Februar 2027 bei Fr. Bleich)

Donnerstag von 8:30-10:00 Uhr (Nächster Start: März 2027 bei Fr. Wöhrle)

Zur Kontaktaufnahme klicken Sie bitte auf die für Sie passende Gruppe und geben Sie in der Anfrage Ihr Entlassdatum aus der Reha sowie Ihren Wohnort an.